Über Novosibirsk und noch 2:51 zu fliegen. Wenn dieser Eintrag online geht werde ich schon wieder sicheren Boden unter den Füßen haben.
Schön war's, der Urlaub auf der anderen Seite der Kugel in dieser lauten, schnellen und belebten Stadt. Am meisten wird mir sicher das Essen fehlen, es gäbe dort noch so vieles zu entdecken und zu kosten.
Als ein Kind der Stadt, werde ich wohl auch die Ladenöffnungszeiten vermissen. Wo sonst findet man einen Einkaufstempel neben dem anderen, und jeder von ihnen hat 7 Tage die Woche bis 22 Uhr offen, man weiß ja nie, wann einen ein spontanes Shoppingbedürfnis überkommt. ;-)
Nicht zu vergessen, auf meiner "Vermissens-Liste", wären da meine neuen Lieblinge
- die automaten Restaurants- schnell, billig und immer ein Abendteur wert.
Weniger vermissen werde ich wohl die laute Dauerbeschallung auf den Straßen und die kleinen Zimmer sowie die vielen unendlich langen U-Bahn Gänge.
Wenn ich jetzt zurück komme freue ich mich auf eine große Wohnung, mein Bett und aus irgendeinem Grund auf Erdäpfelsalat ... Mhhhhh!
Aber ich werde diesen Urlaub garantiert in guter Erinnerung behalten und freue mich schon meine Fotos in ein Fotobuch zu verwandeln.
Plan für morgen: Ich gehe keinen Schritt weiter als bis zu meinem Sofa ;-D ...
Gabi goes Japan
Donnerstag, 31. Mai 2012
I'm coming home
Mittwoch, 30. Mai 2012
Tokyo Day 13
Finale ... Oh-ohhhh... Finale... Oh-oh-oh-ohhhhhhhh...
Letzter Tag!!! Ausgangspunkt heute war Shimbashi. Mit der Yurikamome-(Seemöwen-) Linie ging es nach Odaiba, einer künstlichen Insel, gerade mal vier Kilometer südöstlich vom Bahnhof Tokio gelegen. Die Aussicht während der Fahrt ist atemberaubend und auf jeden Fall jeden Yen wert.
Auf der Insel angekommen, spazierten wir am künstlichen Sandstrand entlang und Strecken unsere Zehen in das dreckige Meer, "zum Glück" war dort Baden verboten.
Als nächsten Punkt auf der Tagesordnung stand eine Fahrt mit dem Riesenrad (115m und 16Minuten Fahrtzeit) in einer "gläsernen" Kabine. Auch diesmal konnte man weit ins Land sehen und einen schönen Ausblick genießen.
Jetzt haben wir unsere letzten Yen in der nahen Spiel-Hölle verzockt bevor wir uns auf zum Essen machten.
Heute sollte es nun wirklich Fugu geben, lange haben wir überlegt ob wir es wirklich machen sollen. Internetrecherchen ergaben jedoch, dass heutzutage im Grunde niemand mehr an Fugu aus einem Restaurant stirbt, da dafür die Auflagen viel zu hoch sind.
Durch ein Mißverständnis während des Bestellvorgangs haben wir erst ein mal 60 Minuten auf unser Essen gewartet. Als es dann endlich da war, kam die herbe Enttäuschung. Fugu ist der klassische Fall von viel Wind um nichts. Das rohe Fleisch ist zäh und eher geschmacklos und wird auch im gekochten Zustand nicht viel bekömmlicher, was für eine Enttäuschung. ( Mehr dazu auf 333nom.blogspot.com)
Nun gut, ich lebe also noch, meine Lippen sind nicht taub und ich atme auch noch ganz normal, so dass ich mich morgen wohl wie geplant auf den Heimweg machen werde.
Also - so long Cowboy ...
Dienstag, 29. Mai 2012
Tokyo Day 12
Tag 12 also ...
Wir hatte ein Erdbeben!!! Eigentlich schon das zweite seit wir hier sind, doch das erste haben wir verschlafen (es war aber auch viel leichter). Dieses Beben war gegen 2 in der Nacht, dauerte ca 1,5 Minuten und hatte die Stärke 4, zumindest in unserem Bezirk. Ich kann euch sagen, dass ist ganz schön komisch wenn auf einmal das ganze Haus schwankt wie im Prater. Aber zum Glück war es für die Verhältnisse hier harmlos, und für uns ein Erlebnis.
Essens technisch waren wir heute "Running Sushi" und Grillen. Ersteres ist wirklich kein Vergleich zu unserem Sushi am Förderband, hier liegt echt nur erstklassige Ware drauf, der Sushi Chef steht in der Mitte und bereitet auch auf Zuruf das Gewünschte zu, und da jedes Tellerchen je nach Farbe extra verrechnet wird ißt man schon mit etwas mehr bedacht.
Da wir es den Rest der Zeit gerade etwas ruhiger angehen lassen, erzähle ich euch was mir bis jetzt sonst alles so seltsames hier aufgefallen ist.
- Man trägt hier Absätze, nein nicht wie ihr denkt 5cm, ich rede hier von "Killer Schuhen" mit Absätzen um die 12 und mehr Zentimeter. Meistens sind besagte Treter auch noch vorne mit Plateau ausgestattet um noch ein paar Zentimeter mehr rauszuschinden. Und um alle Missverständnisse auszuräumen, flache Schuhe trägt man hier nur wenn man entweder noch ein Kind ist oder schon Alt und gebrechlich ist. Der Rest der Frauenwelt stelzt hier durchs Leben.
- Um bei dem Thema Schuhe zu bleiben. Zu große Schuhe trägt man hier gerne einmal, und schlapft damit etwas unansehnlich durch die Gegend, Hauptsache man hat sein Lieblingspaar an.
- Röcke und Kleider, nichts geht hier ohne. Eine Dame in Hosen ist hier immer eher die Ausnahme und die Länge des Rockes kennt in seiner Kürze keine Grenzen - zu kurz gibt's nicht.
- im Gegensatz dazu zeigt man hier kein Dekolleté. Frauen mit Ausschnitt sind hier Fehlanzeige.
- Styling ist hier generell ein großes Thema. Geschminkt wird sich hier überall, in der U-Bahn, vorm Supermarkt, auf dem WC im Kaufhaus oder im Restaurant, die Gelegenheit scheint nie verkehrt zu sein um den Schminkspiegel und das Make-up auszupacken.
- Um beim Thema zu bleiben, falsche Wimpern sind hier ein "must have" und auch überall in rauen Mengen erhältlich. Sogar dem Thomas fiehl schon auf, dass hier alle Mädels Wipern kleben, und das will was heißen.
- Da man in Japan ja auch viel und gerne Kontaktlinsen trägt ist der Markt für Augentropfen dementsprechend groß. Sehr beliebt sind hier auch "erfrischende Augentropfen" mit Menthol. Und wie ihr mich kennt, konnte ich nicht nach Hause fahren ohne selber eines zu kaufen und im Selbsttest zu versuchen. Und weil stark immer besser ist, bin ich nun im Besitz von "cool black" Augentropfen der Stärke 7 (von 7) auf der Frischheits-Skala. Wie es ist? Wie ein Finger voll Zahnpasta ins Auge. Sehr (!) erfrischend also.
- So Zahnarzt- OP- Krankenhaus- Gesichtsmasken tragen hier auch sehr viele Leute. Laut Insider Berichten, um sich zum Beispiel vor Pollen zu schützen oder bei Erkältung niemanden anzustecken. Gute Idee im Grunde, könnte man bei uns auch einführen. Ich habe mich auf jedenfall schon mal mit einer Packung "rosa Masken" ausgestattet. (Fotos könnten folgen)
Und sonst gibt's hier alles mögliche seltsame zu kaufen, ein paar Fotos habe ich euch hier gleich mal dazu gestellt.
Montag, 28. Mai 2012
Tokyo Day 11
Tag 11!
Wie beginnt man eine fußschonenden Tag denn am besten? Richtig, man geht japanisches Rindfleisch essen, grillt es genüsslich am Grill auf dem eigenen Tisch und schmilzt dabei einfach dahin. So zart, dass sollte einfach Jeder ein mal probiert haben.
Danach geht es, nach einem kurzen Verdauungsspaziergang, weiter zum Karaoke singen, man kann Japan doch nicht verlassen ohne selbst einmal zum Mic gegriffen zu haben. Die Kabine war ja noch einfach zu organisieren, schwieriger sah es da schon mit der Auswahl der Lieder aus. Man konnte zwar englische Interpreten eingeben, doch kam häufig sowohl Lied als auch Interpret in Japanisch. Auch das Akku schwache Touchpad, mit dessen Hilfe man die Lieder suchen konnte, war aufgrund des schlechten Screens ein einziger krampf.
Hatte man es dann aber doch einmal hinbekommen, war es wirklich lustig zu zweit, in der eigenen Kabine, zu singen was das Zeug hält.
Um die Füße nicht zu sehr zu belasten ging es weiter mit einer Art "Ringlinie" einmal eine Runde durch die Stadt. So bekommt man einen guten Eindruck von der Stadt und sieht auch weniger touristische Gebiete.
Die Fahrt dauerte circa 60 Minuten und wäre garantiert noch entspannender gewesen, wären wir nicht unüberlegter weise um 18 Uhr, zu Beginn der Stoßzeit, eingestiegen.
Nun noch schnell vorbei an Hachiko, der Statue eines Akita-Hundes, der Anfang des 20 Jhdt. täglich seinen Besitzer vom Bahnhof abholte, selbst dann kam er noch täglich, als sein Herrchen eines plötzlichen Todes verstarb.
Aber genug der Kultur, rein in den nächsten Conbini, ein 24Std Markt der eigentlich alles hat was man so auf die schnelle brauchen kann und kaufen was das Zeug hält ... Wie man sieht, hatte ich Lust auf Süßes.
Sonntag, 27. Mai 2012
Tokyo Day 10
Taaaaggggg 10. Langsam würde ich sagen, ich bin k.o.!
Heute ging es zuerst in den Meiji-Schrein, wo wir durch Zufall über eine traditionelle japanische Hochzeitsgesellschaft stolperten. Beeindruckende Haare (; !
Dieser Schrein steht direkt in Harajuku, liegt jedoch so inmitten eines kleines Waldes, dass man das Gefühl hat in einer anderen Welt zu sein.
Weiter ging es die wahnsinnig stark bevölkerten Strassen Harajukus rauf und runter, immer auf der Suche nach Kleidung für den Hahn im Korb. Zum Glück hatten wir heute wieder Pia, unseren Japanisch sprechenden Guide, dabei. Sie zeigte uns auch einen weiteren Schrein in einer kleinen Seitengasse, der anders als der Meiji-Schrein, so wenig Beachtung fand, dass wir ungestört die Koi Karpfen beobachten konnten.
Ein wenig enttäuscht waren wir dann schon, als wir auf der bekannten Harajuku Brücke kaum Cosplayer vorfanden. Wo waren sie hin, all die verrückt gekleideten Japaner? So ist das wohl mit Klischees, sie stimmen irgendwie nie ganz. In den Gassen, in mitten der Menschenmassen, begegnete uns dann doch immer wieder Jemand, der aus dem Rest der gestylten Massen heraus stach- also doch!!
Zu Mittag gegessen haben wir Tempura in einer sehr netten kleinen Lokalkette - billig und gut, was will man mehr. So gestärkt ging es weiter, rein, rauf, runter und das alles bei gefühlten 28Grad. Dafür habe ich mir dann einen Kaffee in einem kleinen Seitengassen Lokal verdient. Mein 8€ Kaffee Wiener Art war zwar schweineteuer, aber verdammt gut.
Dann musste ich mir eine wunderschöne grüne Uhr gönnen, man will ja auch mal zum Zug kommen.
Um diesem Tag die Krone aufzusetzen, waren wir dann zum Abschluss im "First Kitchen", einer japanischen Fast Food-Kette. 5€ für das Sonntags-Menü fanden wir ok, und der Burger mit Ei war nicht von schlechten Eltern.
Für morgen müssen wir uns etwas ruhiges und bewegungsarmes überlegen sonst fallen mir sicher bald die Füße ab.
Samstag, 26. Mai 2012
Tokyo Day 9
Pia, Eine Freundin von Thomas, hat uns heute in Shinjuku herumgeführt. Das bedeutet wir waren in einem billigen aber guten Ramen-Lokal, haben die Geschäfte nach Kuriositäten durchstreift und wären fast in ein Cat-Cafe gegangen. Wir haben uns dann aber angesichts der doch saftigen Preise dagegen entschieden, immerhin hätten wir pro Person 10€ Tischgebühr (pro Stunde) zahlen müssen, und das nur um mit ein paar Katzen in einem Kaffee zu sitzen.
Daher waren wir dann im "Alice im Wunderland" Restaurant. Man beachte die wunderschönen Nachspeisen Designs, fast zu schade zum Essen. Die Preise waren auch sehr vernünftig und die Einrichtung echt nett.
Wie schon letzte Woche auch, stießen wir diese Woche abermals in ein Schreinfest, nur das wir diesmal ein paar Spießchen und einige Takoyakis gekostet haben, manche Chancen muss man einfach nutzen wenn sie sich einem bieten.
Weiter ging's durch Shinjuku, vorbei an unzähligen Hosts die auf den Straßen stehen und auf Kundschaft warten.
Wenn ich das richtig verstanden habe, sind Hosts (sehr gestylte) Männer, die man gegen ein Entgelt, als Unterhalter und Begleiter für den Abend in ihr Lokal begleiten kann. (Angeblich nichts zweideutiges und auch in der weiblichen Variante erhältlich)
Leider war wirklich keiner dabei, der auch nur annähernd ansprechend aussah (; !
Freitag, 25. Mai 2012
Tokyo Day 8
Tag acht bedeutet Umzug. Raus aus dem schönen Hotel Monterey rein ins Hotel Fukudaya, und schlafen im japanischen Stil.
Das einzige was ein bisschen schade ist, ist dass unser WLAN am Zimmer Schrott ist, daher kann es sein, dass ich mit dem Posten etwas in Verzug komme.
Dafür schlafe ich am Boden, nur 15 Minuten zu Fuß von Shibuya und mit gefühlten 1.000.000 Restaurants in der Nähe. Wenn ich dem Kugelfisch auf dem Schild vorm Lokal trauen darf, dann kann ich hier in der Gegend auch Fugu essen. Soll ich?
Dafür hatten es die 15 Minuten hierher echt in sich. Mit einem schweren Koffer, der bergauf geschoben werden will und Regen, können das ganz schön lange 15 Minuten werden.
Na gut, sonst habe ich heute nur Shibuya unsicher gemacht und, nicht zu vergessen, eines der coolsten und schönsten Armbänder geschenkt bekommen - Diavlo hieß die Marke- und so sieht es auch aus. Bilder folgen!