Mittwoch, 23. Mai 2012

Tokyo Day 6

Heute ging es auf nach Kamakura, wo wir vor hatten den Daibatsu (Großer Buddha) zu bestaunen. Das Wetter war uns hold und so stand der Reise mit der Schnellbahn nichts mehr im Wege.
Eine Stunde später kamen wir in Kita-Kamakura an, wo wir uns sogleich auf zum ersten Tempel machten. Dabei handelte es sich um den 1282 gegründeten Zen-Tempel Engaku-ji dessen Reliquienhalle Shariden aus dem Gründungsjahr ist das älteste Zen-Gebäude Japans (sie birgt angeblich einen Zahn Buddhas). Ob das stimmt oder nicht konnte ich nicht feststellen, doch dieser von Bäumen umwucherte wunderschöne Tempel hat auf alle Fälle etwas sehr entspannendes und ruhiges - man könnte Stunden lang einfach sitzen und den Schildkröten beim schwimmen zusehen.
Da wir es ja offensichtlich mit Plänen nicht so haben, und wir die Ortschaft lieber zu Fuß erkunden wollten, landeten wir mehr zufällig als beabsichtigt auf dem Daibatsu- Wanderweg (das wußten wir selber aber erst nach etwa 1/3 der Strecke). Das bedeutet wir sind circa 70 Minuten(3,6km), bergauf und bergab durch den japanischen Wald gestreift, auf kleinen (sehr!!!) steilen Wanderwegen, bei denen man teilweise teuflisch aufpassen musste nicht auszurutschen und im Matsch zu landen. Der Weg war es aber allemal Wert!!
Dan standen wir also vor ihm, 12m hoch, 93t schwer und innen hohl. Daibatsu-himself! Auch seine Schuhe waren beeindruckend und riesig.
Doch wäre der Wanderweg nicht gewesen, irgendwie wäre ich enttäuscht, da war der erste Tempel doch allemal beschaulicher und irgendwie entspannender.
Anzumerken ist auch das Horden (!) von Schülern das Gelände und die ganze Ortschaft bevölkerten. Muss wohl ein wunderbares Ausflugsziel sein - uffff! Aber wie schon so oft(!) trug ich auch hier wieder zur Erheiterung und zum Staunen der Kinder bei. Irgendwie falle ich mit meinen roten Haaren als weiße Frau hier in Japan auf wie ein bunter Hund. Da drehen sich die Köpfe von Kindern um 180Grad, es wir getuschelt und gelacht, und manch eine wagt ein mutiges "hello!" und lacht entzückt über meine Antwort.
Die Soba-Nudeln die uns hier so wärmstens ans Herz gelegt wurden, und die wir nach 20 Minuten auch endlich fanden, waren leider nicht der erhoffte flavourgasm - schade.
Der letzte Abstecher des Tages galt noch einem Kaufhaus in Shinjuku, dem "IOIO One", wo man auf 8 Stockwerken alles für den modebewussten Punk, Goth oder die Lolitafindet.

PS: Mehr über unser Essen in Japan findet ihr auch unter http://333nom.blogspot.com
PPS: Man beachte unter dem gelben Schild "alte japanische Waffen" die Katze (!!!). Auch sie dürfte wohl dazu gezählt haben ... Und hat einen Tourist gekratzt als dieser ihn streicheln wollte - was für eine Waffe ;)

1 Kommentar:

  1. is cool dort gell? is mal völliges kontrastprogramm zum lauten bunten tokio. ich find das sollte man auf jeden fall gesehen haben!!

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